Die Idee einmal über dem 21.Juni einen Skandinavientörn durchzuführen
wurde bereits im Jahr 2000 geboren.
Während unseres Oslotörns verpassten wir die Gelegenheit mit Einheimischen
auf einer Insel der Kosterschären (W-Schweden) den Midsommar zu feiern.
Die Einladung der Schweden schlugen wir damals zu Gunsten des Oslo-Besuches aus.
In Oslo fand die Midsommar-Feier in einem Discozelt bei Tecno-Musik statt !!!
Wir waren uns damals einig, irgend wann einmal werden wir den Midsommar auf einer
kleinen skandinavischen Insel feiern.
Samstag, der 17. Juni 2007. Kinzigtal-Rügen
Nach einer Nachtfahrt (mit dem Auto) erreichten wir bei strömenden Regen
Schaprode, ein kleines Dorf auf der Insel Rügen.
Die SY "Carpe Viam" (folge dem Weg) eine Sunbeam 37, war schnell übernommen.
Etwas länger brauchten wir um das Gepäck der Crew, Peter Viel, Erich Kuhn,
Georg Späth und Joachim Müller, sowie die Verpflegung für die
nächsten Tage zu verstauen.
Mit unseren schwedischen Sportbootkarten, Hafen- und Seehandbüchern
vervollständigten wir die naut. Unterlagen der Yacht.
Sonntag den 18. Juni 2007, Schaprode-Glowe
Einweisung der Crew: Lifebelt, Rettungswesten, Rettungsinsel,
Motorsteuerung, Seeventile, Anker, Feuerlöscher,
Seenotsignale etc.
Wir segeln und motoren bei schwachem Wind nach Glowe (Rügen), um
uns dort mit der SY Biene, SY Seebär und der SY Sunrise zu treffen.
Montag, der 19.Juni 2007, Glowe-Ronnö (Bornholm).
Pünktlich um 6:00 Uhr legen wir ab um den langen Schlag nach Bornholm
hinter uns zu bringen.
Aber wegen des schwachen W-Windes ändern wir den Zielhafen (Svaneke)
und segeln/motoren nach Ronnö (Bornholm)
Dienstag, der 19. Juni 2007, Ronnö-Hammerhavn.
Nach der Besichtigung der Hauptstadt Bornholm's legen wir ab um
nach drei Stunden Segeln (10 sm) im malerischen Hafen des Naturschutzgebietes Hammeren
festzumachen. Unsere SY Biene (die Reichmänner) und SY Seebär (Manni Brauni) bleiben
zur Besichtigung der Insel (per Bus) im Hafen.
Die SY Sunrise (Lothar Müller) segelt (oder motort ?) zum Hühnerschi.. Lotto
nach Svaneke.
Mittwoch, der 20. Juni 2007, Hammerhavn - Christiansoe.
Ein schöner Segelwind, zuerst aus SW später aus SE um drei, schiebt
uns nach Christiansö,den Erbseninseln.
Innerhalb kurzer Zeit treffen unsere vier Yachten im Hafen ein.
Ein Paar Stunden später trifft auch unsere fünfte Yacht, von der schwedischen Südküste
kommend, der "Wellengleiter" (Arnold Andres) ein.
Hafen von Christiansö
Der Wellengleiter vor den Erbseninseln
Der Sund
Ein Teich auf Christiansö
Hafen mit Festung
Donnerstag der 21. Juni 2007, Christiansö - Simrishamn.
Wegen der Wettervorhersage für den übernächsten Tag lassen
wir das geplante Ziel, die Außenschäre Utklippan fallen.
Wir möchten nicht den vorhergesagten Starkwind, N 7-8 westdrehend,
auf der einsamen ungeschützten Insel abwettern.
Bei schwachen Wind aus SE segeln/motoren wir nach Simrishamn (Schweden).
Freitag, der 22. Juni 2007, Hafentag Simrishamn,
Samstag der 23. Juni 2007, Simrishamn - Hanö
Sonntag, der 24. Juni 2007, Hanö - Karlshamn
Montag der 25. Juni 2007, Karlshamn - Ahus.
Dienstag, der 26. Juni 2007, Ahus - Ystad
Mittwoch, der 27. Juni 2007, Ystad (Schweden)
Donnerstag, der 28. Juni 2007, Ystad - Vitte auf Hiddensee.
Freitag, der 29. Juni 2007, Vitte - Scharprode
Die Yacht Carpe Viam:
Sunbeam 37, L.O.A. 11,30 m, Breite 3,85 m, Tiefgang 1,90 m
Segel 70 m², Blister.
Elektr. Ankerwinsch, Bugstrahlruder, Kuchenbude
gemäß den Charterbestimmungen ausgerüstet mit 6 Rettungswesten,
+ Lifebelts, Rettungsinsel für 6 Personen,
2 Feuerlöscher, Notpinne, 2 Rettungskragen mit Leine,
Notblitz, Seenotsignalmittel.
UKW GMDSS Funkgerät, automat. Wetterdecoder (RTTY) DDH 47 (147,3 Khz),
Handpeilkompaß, GPS mit Kartenplotter, Radar, Echolot, Logge,
2 Anker, Festmacher und Leinen.
Zusätzliche Ausrüstung von der Crew mitgebracht:
4 Automatikwesten + Lifebelts, 3-fach geschorene Arbeitstalje,
Segelnähzeug, Kleinwerkzeug + Lötkolben,
Vielfachmessgerät,
Hand-GPS, Sony-Weltempfänger.
Nautische Unterlagen:
Seekarten:
An Bord: Sportbootkartensätze der N.V. Serie 1-4 einschl. Hafenlotse.
Von Crew mitgebracht:
Deutsche Seekarten: Nr. 138 Bornholm bis Öland, Nr 140 Hanöbucht Ostteil.
Schwedischer Sportbootkartensatz Sydostkusten
Handbücher von Crew mitgebracht:
Revierführer Ostsee, Hafenhandbuch Ostsee II,
Wetter der Nord- und Ostsee (DK-Verlag),
Bemerkungen zur Navigation:
Die im Logbuch angegebenen Kurse wurden vom Steuermann nicht
exakt gehalten, sondern jede Winddrehung nach der
Anströmung der Segel (Trimmfäden) ausgesteuert.
Grundsätzlich wurden Seezeichen oder Landmarken als
Ansteuerungspunkte verwendet. Mehrmals am Tage wurde ein Standort
nach GPS oder Seezeichen bestimmt.
Jeder GPS-Standort wurde soweit als möglich, an Hand von
Sichtnavigation und Peilungen überprüft.
Bemerkungen zur Segelführung:
Wegen der stark gepfeilten Salinge, konnte aus
Sicherheitsgründen bei Starkwind kein Vorwindkurs gesegelt
werden (die Salingnocken scheuern am Groß,
Patenthalse).
Um Beschädigungen des Großsegels an der Saling zu vermeiden
musste das Segel über den Baumniederholer flach
getrimmt werden.
Grundsätzlich wurde ab raumen Kursen eine dreifach
geschorene Talje als Bullenstander gesetzt.